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Hintergrund

Projektziel

Im Zeitalter der Digitalisierung ist ein leistungsfähiger Internetzugang ein elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Bundesregierung hat deshalb das Ziel ein flächendeckendes Gigabit-Netz bis zum Jahr 2025 zu errichten, definiert. Um dieses Ziel zu realisieren wird der Breitbandausbau von Bund und Land Baden-Württemberg über Programme gefördert (www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung).

Eine gute Breitbandversorgung erhöht die Attraktivität des Landkreises Rastatt als Wirtschaftsstandort und steigert die Wettbewerbsfähigkeit von ansässigen Unternehmen. Dies ist dem Landkreis wichtig. Insbesondere in Gewerbegebieten im Landkreis Rastatt wurde ein großes Defizit an einer hochleistungsfähigen Glasfaserversorgung ermittelt (Markterkundung).

Deshalb baut der Landkreis ein NGA-Netz (Next Generation Access Network) in 18 kreisangehörigen Kommunen. Die Umsetzung des Breitbandprojektes managt der zum 01. Januar 2019 gegründete Eigenbetrieb Breitbandversorgung im Landkreis Rastatt (Kommunales Unternehmen). Bereits vorhandene Infrastruktur wird auf 150km angepachtet und darüber hinaus auf 200km durch die Netze BW gebaut. Diese hat den Zuschlag für den Bau im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung erhalten.

Die gebaute Infrastruktur wird dann an den – ebenfalls im Rahmen einer Ausschreibung – ausgewählten Netzbetreiber HL komm Telekommunikations GmbH (Marke PŸUR), Leipzig, verpachtet. Das NGA-Netz bleibt aber vollständig im Eigentum der öffentlichen Hand.
 

Förderung durch Bund und Land

Der Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Rastatt wird rund 43,6 Millionen Euro kosten. Von den förderfähigen Kosten in Höhe von rund 40 Mio. Euro werden rund 20 Mio. € vom Bund und rund 8,4 Mio. € zusätzlich vom Land Baden-Württemberg bezuschusst. Etwa 15,2 Mio. € finanziert der Landkreis Rastatt. Nach Eingang der finalen Mittelbewilligung Ende Juli 2020 erfolgte der Baustart im August 2020. Der Ausbau wird voraussichtlich Anfang 2022 abgeschlossen sein.
 

Versorgung mit Glasfaser im Landkreis:

Der Landkreis errichtet im Rahmen des Ausbaus ein sogenanntes Backbone-Netz. Dieses Basisnetz stellt einen verbindenden Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes mit sehr hohen Datenübertragungsraten dar, da hier die Datenraten der späteren Nutzer gebündelt werden. Deshalb verwendet man Glasfaserkabel. Eine Kopplung zu den Nachbarlandkreisen wird erfolgen.

Zusätzlich zum Backbone-Netz werden bereits die sogenannten „weißen Flecken“ (aktuelle Versorgung unter 30 Mbit/s) mit Glasfaser erschlossen. Es werden Übertragungsraten bis 1 Gigabit/s möglich sein. Neben 53 Schulen werden so rund 2214 Anschlüsse in Wohngebieten und 2031 Anschlüssen in Gewerbegebieten an das Backbone-Netz möglich. Hierbei handelt es sich um FTTB-Erschließung (Fibre-to-the-Building – Glasfaser bis zum Gebäude).

30. Sep 2020

Landkreis pumpt 44 Millionen Euro in Glasfaserausbau

Startschuss für Bau des sogenannten Backbonenetzes / Innerhalb von 18 Monaten werden 200 km Leitung verlegt
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